Dienstag, 12. Februar 2013

Guatemala


Die Schule hatten es in sich. Besonders Leandro hat wieder einmal gemerkt, dass "Stillsitzen" nicht zu seinen Stärken gehört :-)

In diesen zwei Wochen haben wir aber mehr als nur Spanisch gelernt. Da wir in einer Guatemaltekischen Familie gelebt haben und jeden Nachmittag an den Aktivitäten (Filme, Marktbesuch, Maya-Zeremonie, Kochen und Besuch einiger Dörfer rund um den Lago Atitlan) der Schule teilgenommen haben, wissen wir nun einiges mehr über die Kultur und Geschichte Guatemalas!

Highlights:

Familie

Tamales, mhh!!
Wir wohnen in einem grossen Zimmer mit eigenem Badezimmer, Luxus! Wie es zu einer Familie mit Maya-Abstammung gehört, gibt es viele Kinder. Ganze 6 an der Zahl, 5 Mädels und das Kücken Eddy! Die Namen können wir uns leider bis zu letzt nicht immer ganz merken :-) Wir bekommen jeden Tag 3 Mahlzeiten. Am Abend jeweils ein traditionelles Essen und Getränke aus Guatemala, lecker!! Daneben unterhalten wir uns so gut es halt geht mit ihnen und spielen mit den Kindern. Am letzten Abend kochen wir (das heisst eher Leandro, ich glänze in meiner Rolle als Bimbo :-) Älpermakkaroni für die ganze Familie und zum Dessert gibt es natürlich Toblerone.

An einem Abend sind wir noch bei den Eltern meines Lehrers (Daniel) eingeladen. Diese leben zu 9. in einer sehr einfachen Hütte (die Eltern, sein Bruder mit Frau und die Kinder). Wir helfen beim Zubereiten und plagen uns beim Tortilla machen ab. Es sieht so einfach aus! Leider haben unsere Tortillas mit einem Vollmond nicht wirklich eine Ähnlichkeit :-)

 
Pulik' bei Daniel zuhause
ÖV
Um ein Land richtig zu erleben, gehört das fahren mit dem Öffentlichen Verkehr einfach dazu! Eine Fahrt mit einem Chickenbus (alter Schulbus aus Amerika, vollgestopft mit Menschen, die sich wie Hühner hinein- und aneinanderpressen) ist daher ein Muss :-) Links und rechts von mir sitzen bereits 3 Leute auf einer Bank, ich stehe eingeklempt dazwischen und es will tatsächlich noch der nette Herr vorbei, um das Geld einzuziehen... Mir ist es schleierhaft, wie er an mir und all den anderen im Gang noch durch will... Aber er schafft es tatsächlich! Halb gehend und kletternd kommt er bis ans Ende und anschliessend wieder zurück :-)


Bäckerei
Der immerhungrige Leandro trifft auf seiner Suche nach einem leckeren Snack auf eine kleine süsse Bäckerei in Panajachel. Nach einem kurzen Gespräch mit den Inhabern, bekommt er einen kleinen Rundgang durch die Backstube. Die Bäcker sind neugierig auf die Rezepte aus der Schweiz und so besucht Leandro am Tag darauf den kleinen Laden gleich nochmals. Er erklärt die einzelnen Rezepte und zeigt noch dazu, wie man einen Zopf macht. So schnell macht man sich neue Freunde!

Volcan San Pedro


Unser "Gegner"
Wir besteigen gemeinsam mit unserer Gastmutter und einer der Töchter (für beide das erste Mal!) den Vulkan San Pedro. Eigentlich dachten wir, wir seien in guter Form, aber der Aufstieg verlangt uns einiges ab. Die Aussicht von ganz oben macht aber alles wieder gut! Nach dem Abstieg geht es mit dem Tuk Tuk vom Eingang des Nationalparks wieder zurück zum Ort San Pedro. Unterwegs treffen wir auf einen Trauerzug, an der Spitze ein Sarg eines Babys, uns läuft es kalt den Rücken herunter! Unser irrer Tuk Tuk Fahrer hat nach diesem Zusammentreffen ganz den Verstand verloren und fährt kurz danach einen Passanten an. Aber so verückt wie er ist, fährt er einfach weiter! An diesem Abend fallen wir glücklich (unsere Knochen sind alle noch heil!) und müde ins Bett.

Chichicastenango
Der Markt hier ist bunt, chaotisch und riesig! Rund um und in der Kirche treffen Maya-Rituale und die katholische Religion aufeinander. Der Mix, der dabei Entsteht ,zieht uns in seinen Bann!! Nach einem Nachmittag voller Gerüche, Farben und intensiven Eindrücken fahren wir begeistert und mit dem einen oder anderen Andenken wieder zurück nach Panajachel.

Antigua


Blick vom Cerro de la Cruz auf Antigua
Auf dem Gelände der Touristen Polizei können wir gratis campieren! Neben unserem Alfonso stehen noch ein paar Zelte und andere Camper, alles sehr interessante Leute :-) Besonders unser Nachbar aus Canada ist ein besonderes Exemplar. Er möchte eine Art eigenen Staat in Guatemala gründen. Er erklärt uns an einem Abend bis ins Detail, wie dies funktonieren soll (jeder kann sich seine Regierung auswählen, es gibt keine gesetzlich vorgegebene Währung und alles kann via Internet bewertet werden...) und wie er dies der Regierung unterbreiten möchte. Unterhaltsam :-)

Antigua gefällt uns. Wir müssen feststellen, dass das aber noch auf eine riesen Masse von anderen Touristen zutrifft!! Wir werden von den Händlern oft zuerst auf englisch angesprochen und auch ein Mac Donalds und Burger King fehlen nicht... Dies trübt unser Bild von dieser sonst so schönen Stadt ein wenig.

Volcan Pacaya
Mit einem Shuttlebus fahren wir von Antigua aus zum Parkeingang. Unsere Gruppe bekommt einen Führer zugeteilt und die Anweisung, dass wir immer alle beisammen bleiben müssen. Auf dem Aufstieg merken wir, dass wir doch nicht so schlecht in Form sind im Gegensatz zu den anderen Gruppenmitgliedern :-) Früher konnte man zuoberst einen Lavastrom besichtigen. Da der Vulkan aber vor 2 Jahren ausgebrochen ist, ist es zu gefährlich, bis zum Krater aufzusteigen. Die Aussicht auf den Sonnenuntergang von fast zuoberst, ist aber auch super!!

Monterrico



Aussicht von der "Fähre"
Mhh, eigentlich wollten wir ja ganz wo anders hin... :-) Wir landen ungeplant an diesem schönen Ort an der Küste Guatemalas. Zurück zu unserer eigentlichen Route geht es dann mit einer "Fähre". Beim Anblick des Bootes sind wir am Anfang aber gar nicht sicher, ob es uns wirklich bis zum nächsten Ort bringen kann! Zum Glück irren wir uns :-) So schaffen wir es dann schlussendlich doch noch bis an die Grenze zu El Salvador.