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Mittwoch, 20. März 2013

Honduras und Guatemala zum Zweiten

Von unseren Plänen bis nach Buenos Aires zu reisen, ist nicht viel übrig geblieben :-) Wir hätten zu viele Länder einfach durchfahren müssen, um es bis im Juli nach Argentinien zu schaffen und das war es uns nicht wert! Daher drehen wir nach Nicaragua um und fahren wieder in Richtung Norden. Ziel unserer Reise wird schlussendlich Florida sein, wo wir Alfonso zurückverschiffen werden.

Gerade in diesem Moment sind wir in Belize und es ist ca. 33 Grad, da fällt einem sogar das Schreiben schon schwer :-) Ich werde mich daher dieses Mal so kurz wie möglich fassen.

Honduras

Wir haben Honduras bereits vor Nicaragua ein Stück weit durchquert. In diesen 3 Stunden haben wir aber nicht wirklich viel gesehen, daher möchten wir dieses Mal ein wenig länger im Land bleiben. Honduras ist die einzige Reisestation, die uns sogar von anderen Reisenden abgeraten wurde. Die übelsten Geschichten haben wir gehört. Wir sind daher noch ein wenig vorsichtiger, wollen aber so unvorhergenommen ins Land einreisen wie möglich, um uns selber ein Bild zu machen!

Fazit nach knapp 2 Wochen: Honduras ist nach El Salvador die Überraschung auf unserer Reise! Die Leute sind extrem freundlich (sogar die Polizei :-) und die Natur atemberaubend! Langweilig wird es uns zu keinem Zeitpunkt!


  • Da wären einmal die 150 km Schotterpiste, für die wir ca. 10 Stunden brauchen...


  •  In Trujillo treffen wir H. aus D., der meint, wir werden nicht mehr nach Guatemala einreisen können... das heisst erst nach 3 Monaten nach der Ausreise (komischerweise macht ihn das, daneben dass es aus D. stammt, auch nicht wirklich sympathischer :-) Wir verdrängen diese neue Information bis zum Grenzübergang und hoffen inständig, dass wir durchkommen!


    • Eine Bootsfahrt zu den Cayos Cochionos, die in einem riesigen Sturm endet (die Wellen sind so hoch wie unser Boot!)und zusätzlich streickenden Motoren... und wir nach unseren Guides nur mit Hilfe von Gott heil zurück an Land kommen

  • Relaxen in den Thermalquellen bei Gracias unter dem Blätterdach


  • Das Leben geniessen bei einer Microbrewery mit wunderschöner Anlage (Camper erlaubt) im Nichts, die von einem Amerikaner gegründet wurde (einfach nach dem Gringo "que hace cerveza" fragen) und das beste Bier in Honduras mit anderen Reisenden geniessen


    • Mystische Mayaruinen erkunden in Copan

    • Grenzübergang zurück nach Guatemala meistern. H. aus D. hat leider wirklich recht !und wir kommen nur mit gut Glück und mit traurigen Frauenaugen über die Grenze... Und ganz ohne Schmiergeld :-)

    Back home in Guatemala!
    Wir fühlen uns sofort wieder wohl in diesem farbenfrohen Land! Das eine oder andere wollen wir uns auf dem Weg nach Belize noch ansehen. Nach Honduras haben wir uns vorgenommen, nicht mehr so schnell auf Schotterstrassen zu fahren und uns von Booten fernzuhalten... Leider halten wir keine unserer Vorsätze ein :-)

    • Den Weg nach Semuc Champey ist nach Meinung Einheimischer mit unserem Auto nicht wirklich möglich... Uns schreckt das nicht ab und Alfonso meistert die Strecke ohne Probleme! Die verschiedenen Pools in ihren Blau und Türkistönen machen die schwierige Anfahrt mehr als nur lohnenswert!
    • In Rio Dulce wagen wir uns wieder auf ein Boot...Das Wetter ist schön und das Wasser ruhig, nur unser Capitän macht uns ein wenig Sorgen. Mit seinen ca. 80 Jahren ist er nicht mehr ganz so rüstig wie wir das gerne hätten! Die ersten 30 Minuten klappt auch alles und er fährt auf dem Fluss von einem Hotel zum nächsten, um alle Gäste abzuholen. Danach wird seine Karriere wahrscheinlich ein Ende gefunden haben. Es "Klöpft" einmal richtig... Was ist passiert?! Der liebe Francisco hat ein kleines Fischerboot überfahren (der Fischer konnte sich mit einem Sprung ins Wasser retten) und vom Boot bleibt nicht mehr viel übrig. Alles zurück in den Hafen und mit einer jüngeren Ausgabe von Francisco schaffen wir es bis Livingston und wieder zurück ohne weitere Unfälle!

    • In Tikal erwarten uns die imposantesten Mayaruinen, die wir bis anhin gesehen haben! Zu den Highlights gehören neben den riesigen Tempeln, der wunderschöne Sonnenaufgang und die artenreiche Tierwelt (Vom Tucan bis zur Vogelspinne)
    Es wäre fast ein wenig frech jetzt über die hohen Temepraturen hier zu jammern, darum höre ich an dieser Stelle auch auf und genehmige mir ein Bad im Meer :-)


    Dienstag, 12. Februar 2013

    Guatemala

    
    Die Schule hatten es in sich. Besonders Leandro hat wieder einmal gemerkt, dass "Stillsitzen" nicht zu seinen Stärken gehört :-)

    In diesen zwei Wochen haben wir aber mehr als nur Spanisch gelernt. Da wir in einer Guatemaltekischen Familie gelebt haben und jeden Nachmittag an den Aktivitäten (Filme, Marktbesuch, Maya-Zeremonie, Kochen und Besuch einiger Dörfer rund um den Lago Atitlan) der Schule teilgenommen haben, wissen wir nun einiges mehr über die Kultur und Geschichte Guatemalas!

    Highlights:

    Familie

    Tamales, mhh!!
    Wir wohnen in einem grossen Zimmer mit eigenem Badezimmer, Luxus! Wie es zu einer Familie mit Maya-Abstammung gehört, gibt es viele Kinder. Ganze 6 an der Zahl, 5 Mädels und das Kücken Eddy! Die Namen können wir uns leider bis zu letzt nicht immer ganz merken :-) Wir bekommen jeden Tag 3 Mahlzeiten. Am Abend jeweils ein traditionelles Essen und Getränke aus Guatemala, lecker!! Daneben unterhalten wir uns so gut es halt geht mit ihnen und spielen mit den Kindern. Am letzten Abend kochen wir (das heisst eher Leandro, ich glänze in meiner Rolle als Bimbo :-) Älpermakkaroni für die ganze Familie und zum Dessert gibt es natürlich Toblerone.

    An einem Abend sind wir noch bei den Eltern meines Lehrers (Daniel) eingeladen. Diese leben zu 9. in einer sehr einfachen Hütte (die Eltern, sein Bruder mit Frau und die Kinder). Wir helfen beim Zubereiten und plagen uns beim Tortilla machen ab. Es sieht so einfach aus! Leider haben unsere Tortillas mit einem Vollmond nicht wirklich eine Ähnlichkeit :-)

     
    Pulik' bei Daniel zuhause
    ÖV
    Um ein Land richtig zu erleben, gehört das fahren mit dem Öffentlichen Verkehr einfach dazu! Eine Fahrt mit einem Chickenbus (alter Schulbus aus Amerika, vollgestopft mit Menschen, die sich wie Hühner hinein- und aneinanderpressen) ist daher ein Muss :-) Links und rechts von mir sitzen bereits 3 Leute auf einer Bank, ich stehe eingeklempt dazwischen und es will tatsächlich noch der nette Herr vorbei, um das Geld einzuziehen... Mir ist es schleierhaft, wie er an mir und all den anderen im Gang noch durch will... Aber er schafft es tatsächlich! Halb gehend und kletternd kommt er bis ans Ende und anschliessend wieder zurück :-)


    Bäckerei
    Der immerhungrige Leandro trifft auf seiner Suche nach einem leckeren Snack auf eine kleine süsse Bäckerei in Panajachel. Nach einem kurzen Gespräch mit den Inhabern, bekommt er einen kleinen Rundgang durch die Backstube. Die Bäcker sind neugierig auf die Rezepte aus der Schweiz und so besucht Leandro am Tag darauf den kleinen Laden gleich nochmals. Er erklärt die einzelnen Rezepte und zeigt noch dazu, wie man einen Zopf macht. So schnell macht man sich neue Freunde!

    Volcan San Pedro
    
    
    Unser "Gegner"
    Wir besteigen gemeinsam mit unserer Gastmutter und einer der Töchter (für beide das erste Mal!) den Vulkan San Pedro. Eigentlich dachten wir, wir seien in guter Form, aber der Aufstieg verlangt uns einiges ab. Die Aussicht von ganz oben macht aber alles wieder gut! Nach dem Abstieg geht es mit dem Tuk Tuk vom Eingang des Nationalparks wieder zurück zum Ort San Pedro. Unterwegs treffen wir auf einen Trauerzug, an der Spitze ein Sarg eines Babys, uns läuft es kalt den Rücken herunter! Unser irrer Tuk Tuk Fahrer hat nach diesem Zusammentreffen ganz den Verstand verloren und fährt kurz danach einen Passanten an. Aber so verückt wie er ist, fährt er einfach weiter! An diesem Abend fallen wir glücklich (unsere Knochen sind alle noch heil!) und müde ins Bett.

    Chichicastenango
    Der Markt hier ist bunt, chaotisch und riesig! Rund um und in der Kirche treffen Maya-Rituale und die katholische Religion aufeinander. Der Mix, der dabei Entsteht ,zieht uns in seinen Bann!! Nach einem Nachmittag voller Gerüche, Farben und intensiven Eindrücken fahren wir begeistert und mit dem einen oder anderen Andenken wieder zurück nach Panajachel.

    Antigua


    Blick vom Cerro de la Cruz auf Antigua
    Auf dem Gelände der Touristen Polizei können wir gratis campieren! Neben unserem Alfonso stehen noch ein paar Zelte und andere Camper, alles sehr interessante Leute :-) Besonders unser Nachbar aus Canada ist ein besonderes Exemplar. Er möchte eine Art eigenen Staat in Guatemala gründen. Er erklärt uns an einem Abend bis ins Detail, wie dies funktonieren soll (jeder kann sich seine Regierung auswählen, es gibt keine gesetzlich vorgegebene Währung und alles kann via Internet bewertet werden...) und wie er dies der Regierung unterbreiten möchte. Unterhaltsam :-)

    Antigua gefällt uns. Wir müssen feststellen, dass das aber noch auf eine riesen Masse von anderen Touristen zutrifft!! Wir werden von den Händlern oft zuerst auf englisch angesprochen und auch ein Mac Donalds und Burger King fehlen nicht... Dies trübt unser Bild von dieser sonst so schönen Stadt ein wenig.

    Volcan Pacaya
    Mit einem Shuttlebus fahren wir von Antigua aus zum Parkeingang. Unsere Gruppe bekommt einen Führer zugeteilt und die Anweisung, dass wir immer alle beisammen bleiben müssen. Auf dem Aufstieg merken wir, dass wir doch nicht so schlecht in Form sind im Gegensatz zu den anderen Gruppenmitgliedern :-) Früher konnte man zuoberst einen Lavastrom besichtigen. Da der Vulkan aber vor 2 Jahren ausgebrochen ist, ist es zu gefährlich, bis zum Krater aufzusteigen. Die Aussicht auf den Sonnenuntergang von fast zuoberst, ist aber auch super!!

    Monterrico


    
    Aussicht von der "Fähre"
    Mhh, eigentlich wollten wir ja ganz wo anders hin... :-) Wir landen ungeplant an diesem schönen Ort an der Küste Guatemalas. Zurück zu unserer eigentlichen Route geht es dann mit einer "Fähre". Beim Anblick des Bootes sind wir am Anfang aber gar nicht sicher, ob es uns wirklich bis zum nächsten Ort bringen kann! Zum Glück irren wir uns :-) So schaffen wir es dann schlussendlich doch noch bis an die Grenze zu El Salvador.