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Montag, 3. Dezember 2012

Bye Bye USA - Hola Mexiko

 
Seit dem letzten Blogeintrag ist das fettige Thanksgivingessen (Turkey mit Gravy, verschiedene Gänge dazwischen und zum Schluss Pumpkin Pie, zum Glück verdaut :-)

Am Tag nach Thanksgiving müssen wir das eine oder ander einkaufen gehen und müssen merken, dass nicht nur wir unterwegs sind sondern Massen von anderen Leuten auch! Wir erfahren, dass "Black Friday" ist. An diesem Tag schreiben die Geschäfte "schwarze Zahlen". Für viele Amerikaner ist das Einkaufen ein richtiger Event... Früh aufstehen und das eine oder andere Mal die Kreditkarte zücken.

Vor der Abfahrt nach Phoenix entscheiden wir spontan, dass wir doch lieber eine ganz andere Route nehmen möchten. Der längste ununterbrochene Teil der historischen Route 66 beginnt ganz in der Nähe von Flagstaff. Wir wollen Alfonso diese Erfahrung nicht entgehen lassen und machen uns auf nach Seligman. Von dort geht es über Kingman und Oatman (kurz den um-Futter-bettelnden-Eseln Hallo sagen) nach Topock.



 
 
Einen Tag später finden wir uns in Lake Havasu City wieder und wissen nicht mehr ganz genau in welchem Land wir sind... Hier steht nämlich die London Bridge und drumherum  pseudo-kitschige englische Pubs und Shops. Die Brücke hat tatsächlich einmal in London gestanden und wurde von einem reichen Amerikaner gekauft, hierher verschifft und wieder aufgebaut!


In Lake Havasu City werden wir von zwei Schweizern angesprochen. Es stellt sich heraus, dass die zwei netten Zürcher bereits seit 12 JAHREN auf Reisen sind. Wir verbringen bei einem guten Nachtessen einen tollen Abend und staunen ab all den Geschichten, die sie zu erzählen haben!! Am Morgen holen wir nochmals ein paar Tipps für die Reise durch Mittelamerika ein und verabschieden uns in Richtung Joshua Tree NP.

Joshua Tree NP

Ein Paradies für Kletterer!!! Wir staunen ab all den kuriosen Steinformationen, machen uns auf die Suche nach der verlorenen Palmenoase, freuen uns ab einem Coyoten, der unbeeindruckt an uns vorbeiläuft und werden von einem Disposaurus Dorsalis (Kängururatte :-) besucht.


Am Abend gibt es für den Bäcker Leandro eine Premiere, sein erstes Schlangenbrot! Wurde aber auch höchste Zeit! Mit seiner Unterstützung, schaffe ich es sogar einmal das Brot nicht noch halb "teigig" zu essen :-) Beim Lagerfeuer und unter sternenklarem Himmel kommen wir auf unsere Idee für eine nächste Reise: PANamericana. Einen fahrbaren Bäckereiwagen vom Militär hinter Alfonso anhängen und den Leuten links und rechts der Panamericana richtiges Schweizer Brot näher bringen! Investoren gesucht :-)


Vom idyllischen Joshua Tree NP geht es nach Palm Springs. Eine Oase für jeden Golfer. Knapp 100 Golfplätze befinden sich in und um dieses Städtchen. Überall dort, wo es ein Resort hat, ist es wunderschön grün und Blumen blühen in allen Farben - links und rechts davon Wüste...

Diese künstliche Umgebung ist für uns auf die Dauer nichts und wir flüchten in ein Palmenmeer in den Indian Canyons.

Nach knapp 4 Wochen kehren wir wieder an die Küste Californiens zurück. Von Oceanside geht es auf der Historic Route 101 nach San Diego. In Encenitas lassen wir unseren Fonsi in einer VW Garage nochmals durchchecken, um sicher zu gehen, dass er gut vorbereitet die nächste Etappe in Angriff nehmen kann.

Amerika in Zahlen:

Anzahl Nächte in den USA: 63

Anzahl Nächte verbracht im Alfonso: 63 :-)

Gefahrene Kilometer: ca. 11'000 km

Geschossene Fotos: ca. 3000

Bereiste Staaten: 9

Ausgaben: ca. 40 Fr. pro Tag pro Person (inkl. Outletshopping :-)

Besuchte National/ State Parks: 33

Gegessene Burger: zu viele um sie zu zählen :-)

Höchster Punkt: 2784 m.ü.M. (Rainbow Point, Bryce Canyon)

Kälteste Nacht: -13 °

Burgerrating
Leandro hat seine Aufgabe sehr ernst genommen :-)
Nach drei Hauptfaktoren wurden die Favoriten bestimmt: Burger, Pommes und Ambiente.
1. Platz: Johnny Rockets
2. Platz: Wendy's
3. Platz: Carl's Junior
Folgende Burgerketten haben es nicht in die Top 3 geschafft:
Mc Donalds, Burger King, Jack in the Box, Black Bear Diner, Hooters (Ambiente hat überzeugt, Rest weniger :-), Denny's, in-n-out Burger.

Amerika hat uns wirklich gefallen, aber jetzt freuen wir uns auf etwas Neues.

Zwei Reisende haben uns gesagt, dass reisen durch Nordamerika ein bisschen wie im Altersheim ist... Auch mit 90 kommt man hier noch gut durch. Im Süden wird es da schon abenteuerlicher. Und genau auf das freuen wir uns, haben aber auch zugleich einen gesunden Respekt davor. Wenn wir uns nicht wohl fühlen, mit dem eigenen Auto durch Mexiko/ Mittelamerika zu reisen, haben wir einen
Plan B:
Zurück in die USA, Auto einzustellen und Südamerika mit dem Öffentlichen Verkehr bereisen. Im Anschluss könnten wir zurückfliegen und mit Alfonso von San Diego an die Ostküste weiterreisen und von dort nach Hause verschiffen.
Es gibt sogar einen Plan C :-)
Mit Alfonso bis nach Panama, dort nach Hause verschiffen und wir selber fliegen nach Buones Aires und "arbeiten" uns mit ÖV nach Kolumbien durch.

Heute geht es in Tecate über die Grenze nach Mexiko zur Baja California. Unsere erste Destination wird Ensenada sein. Dort müssen wir zuerst einmal eine mexikanische Autoversicherung lösen (tönt schon mal nach Spass :-), bevor es weiter in den Süden geht. 





Donnerstag, 22. November 2012

Grand Circle

Der "Grand Circle" ist eine wunderschöne riesige Region im Südwesten der USA, die Teile von 5 Staaten umfasst -Arizona, New Mexico, Colorado, Utah and Nevada-und Amerikas grösste Konzentration von Nationalparks und Monuments aufweist.

Awesome, great, fabulous, incredible, gorgeous, lovely, amazing, beautiful, impressive, oh my god, holy cow, spetacular... Die Amerikaner haben viele Ausdrücke um ihre Bewunderung auszudrücken

:-) Und das machen sie gerne und oft! Besonders an den schönen Orten, an denen wir auf unserer letzten Route vorbeigekommen sind.




St. George
Neugierig betreten wir den Mormonentempel und werden rasch wieder raus"begleitet". Ein netter Mann ganz in Weiss schickt uns zum Visitorcenter, wo uns emsige Mitarbeiter mit aller Kraft bekehren möchten (sogar auf französisch :-) Mit dem Book of Mormon im Gepäck flüchten wir aus St. George.

Zion NP
Einer unserer Lieblingsnationalparks! Wir wandern und klettern den nicht ganz so ungefährlichen und steilen Weg (seit 2004 sind immerhin schon 6 Leute hier abgestürzt und gestorben) bis zu Angel's Landing , fühlen uns ganz klein beim Observation Point und stürzen uns ins eisige Wasser bei den Narrows.


Beim 1. Versuch ohne Goretexanzug müssen wir nach nur 10 Minuten im Wasser feststellen, dass wir doch nicht so hart im Nehmen sind, als wir dachten :-) Es braucht an Land noch eine Weile, bis wir unsere Füsse wieder spüren!

Bryce Canyon
Pessimisten würden sagen: Es ist saukalt hier! Optimisten: Der Schnee macht den Bryce Canyon noch schöner! Wir gehören ganz klar zur zweiten Gruppe :-)
Beim "Hiking the Hoodos" verdienen wir uns einen Award und geniessen bei knackigen minus 10 Grad einen wunderschönen Sonnenaufgang.


Zwischen dem Bryce Canyon und Moab schauen wir uns den Capitol Reef NP aus dem Auto aus an und fühlen uns im Goblin Valley wie kleine Kinder auf einem riesigen Spielplatz.




Von Moab aus geht es für 2 Tage in den wunderschönen Arches NP. Die Sonnenuntergänge sind besonders beliebt bei den Fotografen. Wir brauchen eine Weile um einen schönen und vorallem einsamen Ort zu finden, ohne dass uns ein Stativ vor die Nase gestellt wird.

Auf einem Tagesausflug besuchen wir den Canyonlands NP. Besonders gefällt uns dort der Mesa Arch. Wir setzen uns an den Rand, geniessen die Aussicht und jeder hängt seinen Gedanken nach...
bis eine Horde junger Japanerinnen auftauchen... und die haben es anscheinend nicht so mit der andächtigen Ruhe :-)

Moki Dugway
Von Moab zum Monument Valley befahren wir diesen Strassenteil. Schilder warnen uns schon meilenweit vorher von den engen Kurven und der steilen Strasse. Da aber Alfonso schon den Maloja Pass rauf und runtergefahren ist, macht uns dies keinen Eindruck :-) Die Aussicht ist super und die Fahrt verläuft problemlos.

Monument Valley
Wir geniessen die Aussicht vom Visitor Center aus und ersparen Alfonso den knapp 30 km langen Schotterweg durch den Park. Sonnenauf- und Untergang ist hier ein MUSS! Uns erstaunen die vielen streunenden Hunde in der Umgebung und morgens kommen wir nur schlecht aus dem Bett, da sich diese auch in der Nacht mit ihrem Gekläffe auf sich aufmerksam gemacht haben.

Auf den Spuren von Forest Gump

Page
Page selber ist nicht wirklich erwähnenswert, dafür hat es um so grössere Highlights in der Umgebung. Insgesamt 3 Mal besuchen wir die Horseshoe Bend und schaffen es nicht einmal sie ohne Schatten zu sehen!! Etwas vom Eindrücklichsten auf unserer bisherigen Reise erleben wir im Antelope Canyon. Wir entscheiden uns für den Lower Antelope Canyon, da man dort mit einer Spiegelreflexkamera und Stativ einen Fotopass bekommt und sich für zwei Stunden frei bewegen kann. Diese Entscheidung bereuen wir ganz uns nicht!



Nach den vielen Eindrücken vom Antelope Canyon geniessen wir bei Lees Ferry einen Tag mit "hängen" :-)




Grand Canyon
"Tamisalami hets da viel Lüüt"!! Das muss Leandro das eine oder andere Mal wiederholen... bei den verschiedenen Aussichtspunkten... bei den Giftshops... beim Shuttlebusstopp... beim Market... beim Visitorcenter... und vorallem beim Sonnenauf- und Untergang!!!!!
Nur auf dem Campingplatz haben wir unsere Ruhe, da anscheinend das Interesse am Campen bei diesen Temperaturen nicht ganz so gross ist :-)

Unser nächster Zwischenstopp für 2 Tage ist Flagstaff.

Programm 1. Tag:
Ausfug nach Sedona:
Siehe erster Satz vom Grand Canyon Eintrag.
Trotz der Massen machen wir uns auf die Suche nach einem Vortex (mystischer Energiestrudel, dem kraftvolle Eigenschaften zugerechnet werden). An einem dieser Orte erklärt eine Frau, dass man diesen einen Baum anfassen muss, um die Energie spüren und aufnehmen zu können. Wir haben noch eine lange Reise vor uns und Energie können wir immer brauchen, sehr viel davon sogar. Anfassen reicht mir daher nicht, ich umarme den Baum in alter PH-Manier ganz innig :-)


Programm 2. Tag:
Sich "vollfressen" am Buffet zur Feier von Thanksgiving:-)

Naja, ganz so kurz ist dieser Eintrag auch wieder nicht geworden...

Die nächsten ca. 2 Wochen werden wir über Pheonix noch nach San Diego reisen und anschliessend heisst es: Hola Mexiko!!