Freitag, 19. April 2013

Belize und Yucatan (Mexiko)

Belize

Kurze Infos

- Halb so gross wie die Schweiz

-ca. 330'000 Einwohner (Mestizen, Creolen, Maya, Garifuna, Menoniten, Chinesen...)

- Englischer Kolonialstaat und seit 1981 unabhängig

-Die Menoniten wurden vom Staat eingeladen, um die Wirtschaft anzukurbeln. Heute wird der grösste Teil der Lebensmittel von ihnen produziert und kultiviert

-Praktisch alle Supermärkte sind fest in der Hand von Chinesen

- Nach dem Great Barrier Reef liegt vor Belize das 2. grösste Riff der Welt

- 50 Prozent der Landesfläche stehen unter Naturschutz

Belize ist uns immer wieder von anderen Reisenden abgeraten worden: Viel zu teuer und es gibt nicht viel zu sehen und am Zoll nehmen sie euch alle Gemüse und Früchte weg, dass ihr ja noch mehr Geld im Land liegen lassen müsst!
Mhh... Irgendwie läuft aber bei uns von Anfang an alles ein wenig anders. Wir werden am Zoll selten so nett begrüsst wie hier und bekommen nicht nur einen Einreisestempel in den Pass, sondern gleich noch eine DVD, Mappe und Infoheft. Gemüse und Früchte schauen sie kurz an, aber wir dürfen alles mitnehmen. Es fängt also schon mal gut an :-)

Highlights:
Unseren ersten Halt machen wir in San Ignacio. Dort statten wir am Samstag dem grössten Markt in Belize einen Besuch ab und sind begeistert von dem Kulturenmix, der dort herrscht!!

In Unitedville entdecken wir ein kleines Paradies! Wunderschön gepflegte Anlage mit eigenen Mayaruinen und einem Fluss, der durch den Urwald fliesst. Wir bekommen eine 1 stündige Führung durch das Areal und lernen vieles über die verschiedenen Planzen und wie man mit einer Machete umgeht :-) Die sehr freundliche Besitzerin, das prima Essen und die 13 Schäferhundewelpen machen uns den Abschied ziemlich schwer... Nur die 6 gesichteten Vogelspinnen werden wir wohl kaum vermissen :-)

Auf dem Hummingbirdhighway (den Titel Highway hat diese Strasse nicht wirklich verdient...) machen wir einen Ausflug zum Blue Hole (nein, nicht das berühmte Blue Hole, dieser Besuch wäre uns teurer gekommen --> Hubschrauberflug: ca. 1600 Dollar) und zur St. Hermans Cave. Wir treffen praktisch auf keine anderen Touristen (wie gesagt, es ist ja zu teuer und es gibt nichts zu sehen hier...) und geniessen das Erkundern der Höhle und anschliessend das erfrischende Bad!

Weiter geht es an die Küste nach Dangriga und zur einzigen befahrbaren Caye, Placencia. Die Küstenstädtchen sind voller farbenfroher Häuser, die meistens ihre beste Zeit bereits hinter sich haben... und somit einen ganz eigenen Charme versprühen. Wir geniessen die schönen Strände und halten sogar noch ein Schwätzchen auf Hochdeutsch mit einem Menoniten! (Sie lernen diese Sprache in der Schule) Gegen den Hunger kaufen wir uns Brötchen, die mit Fleisch und Sauce gefüllt sind, für umgerechnet ganze 50 Rappen das Stück! Ob wir in diesem Land doch noch verarmen?! :-)

Den einheimischen Tieren kommen wir im Belize Zoo (wir sind sonst ja keine grossen Fans von Zoos, dieser beherbergt aber nur einheimische Tiere und gefällt und wirklich!) und im Baboon Sanctuary ein wenig näher.

Da aber auch die kulturelle Seite des Landes nicht zu kurz kommen darf, buchen wir eine Flussfahrt zu den Ruinen von Lamanai. Der Führer erzählt uns leidenschaftlich die Geschichte der Mayas und bringt uns die Planzen- und Tierwelt näher. Das hinterlässt Spuren... Auf dem Rückweg dauert es nicht lange und er schläft tief und fest :-)

Gute Nacht!
Fazit
Nach ca. 10 Tagen verlassen wir dieses kleine Land und sind froh, dass wir nicht einfach durchgefahren sind! Wenn jemand behauptet, dass es hier nichts zu sehen gibt, der hat das Land zu wenig erkundet! Und ja, es ist teurer hier als in den anderen Zentralamerikanischen Ländern (dafür um einiges sauberer), aber das alleine kann kein Grund sein, um Belize keinen Besuch abzustatten.


Yucatan - Mexiko

Cancun - Playa del Carmen - Tulum... Eine Touristenhochburg nach der anderen!! Wir kommen zur besten Zeit... SPRING BREAK!! Aber so als Paar ist das nur halb so lustig :-)

Die Preise sind durch die vielen Touristen um einiges höher als im Rest des Landes, das meiste ist in US Dollar angeschrieben und auf den Strassen wird man oft zuerst auf Englisch angesprochen. Wir sind froh, dass wir das richtige Mexiko bereits kennen gelernt haben.

Campingplatz Chetumal
Obwohl uns diese Halbinsel zuerst ein wenig abschreckt, geniessen wir hier doch 2 super Wochen, dies verdanken wir unter anderem auch einençm netten Paar aus dem Welschland, dass uns auf einem Teil der Reise begleitet. In Chetumal stehen wir gemeinsam mit einer Familie aus Luzern auf einem der besten Campingplätz von Mexiko, direkt am Meer. Auch in Xpu-Ha, weiter nördlich, ist der Strand nur einen Katzensprung von uns entfernt. Leandro macht sich bei einem Strandbesuch noch über all die Touristen lustig, die schon üble Sonnenbrände vorweisen... Ich poste jetzt kein Bild von seinem Rücken... :-)

Tulum kann man fast nicht auslassen... Die Archäologische Stätte ist nicht wirklich eindrücklich, aber die Lage am Meer unschlagbar! Als die Kassen öffnen, sind wir die ersten, die das Gelände betreten. Für die ersten 30 Minuten sind wir dann auch fast alleine. Danach kommt ein Touristenbus nach dem anderen und wir flüchten :-)

Cenote Zuytun

Bei der Hitze, die hier herrscht, geniessen wir immer wieder eine Abkühlung im Wasser. In Akumal treffen wir beim Baden sogar etliche Meeresschildkröten. Aber auch die vielen Cenoten hier laden zum Eintauchen ein.





Izamal
Yucatan hat aber auch schöne Kolonialstädte zu bieten. Wir besuchen Valladolid und schlendern durch die Strassen, die mit pastellfarbenen Häusern gesäumt sind und besuchen Izamal, die gelbe Stadt. Zur Feier des Besuches des Papstes 1993, wurden alle Häuser gelb angestrichen! Als wir das Kloster besuchen, fährt plötzlich eine Limousine vorbei und 2 junge Frauen in pompösen Kleidern steigen aus. Zuerst denken wir an eine Hochzeit. Aber neben den 2 Frauen steigen noch etliche Knaben aus, aber kein Bräutigam... Wir erfahren, dass diese 2 Mädchen 15 Jahre alt wurden und sie daher hier in Mexiko als Frauen gelten und das wird gross gefeiert!


Von Izamal geht es zu einem Abstecher nach Rio Lagartos, um unsere ersten Flamingos in freier Wildbahn zu erleben. Neben den Vögeln fasziniert uns aber auch das Wasser rundherum, dass in verschiedenen Farben leuchtet!!



Momentan sind wir in Cancun und packen unsere Sachen. Heute geht es nämlich mit dem Flugzeug für 3 Wochen nach CUBA!! Dort treffen wir liebe Freunde aus der Schweiz und reisen mit ihnen im Mietwagen um die Insel. Nach 8 Monaten reisen haben wir uns Ferien redlich verdient :-)