Seit dem letzten Blogeintrag ist das fettige Thanksgivingessen (Turkey mit Gravy, verschiedene Gänge dazwischen und zum Schluss Pumpkin Pie, zum Glück verdaut :-)
Am Tag nach Thanksgiving müssen wir das eine oder ander einkaufen gehen und müssen merken, dass nicht nur wir unterwegs sind sondern Massen von anderen Leuten auch! Wir erfahren, dass "Black Friday" ist. An diesem Tag schreiben die Geschäfte "schwarze Zahlen". Für viele Amerikaner ist das Einkaufen ein richtiger Event... Früh aufstehen und das eine oder andere Mal die Kreditkarte zücken.
Vor der Abfahrt nach Phoenix entscheiden wir spontan, dass wir doch lieber eine ganz andere Route nehmen möchten. Der längste ununterbrochene Teil der historischen Route 66 beginnt ganz in der Nähe von Flagstaff. Wir wollen Alfonso diese Erfahrung nicht entgehen lassen und machen uns auf nach Seligman. Von dort geht es über Kingman und Oatman (kurz den um-Futter-bettelnden-Eseln Hallo sagen) nach Topock.

Einen Tag später finden wir uns in
Lake Havasu City wieder und wissen nicht mehr ganz genau in welchem Land wir sind... Hier steht nämlich die London Bridge und drumherum pseudo-kitschige englische Pubs und Shops. Die Brücke hat tatsächlich einmal in London gestanden und wurde von einem reichen Amerikaner gekauft, hierher verschifft und wieder aufgebaut!
In Lake Havasu City werden wir von zwei Schweizern angesprochen. Es stellt sich heraus, dass die zwei netten Zürcher bereits seit 12 JAHREN auf Reisen sind. Wir verbringen bei einem guten Nachtessen einen tollen Abend und staunen ab all den Geschichten, die sie zu erzählen haben!! Am Morgen holen wir nochmals ein paar Tipps für die Reise durch Mittelamerika ein und verabschieden uns in Richtung Joshua Tree NP.
Joshua Tree NP
Ein Paradies für Kletterer!!! Wir staunen ab all den kuriosen Steinformationen, machen uns auf die Suche nach der verlorenen Palmenoase, freuen uns ab einem Coyoten, der unbeeindruckt an uns vorbeiläuft und werden von einem Disposaurus Dorsalis (Kängururatte :-) besucht.
Am Abend gibt es für den Bäcker Leandro eine Premiere, sein erstes Schlangenbrot! Wurde aber auch höchste Zeit! Mit seiner Unterstützung, schaffe ich es sogar einmal das Brot nicht noch halb "teigig" zu essen :-) Beim Lagerfeuer und unter sternenklarem Himmel kommen wir auf unsere Idee für eine nächste Reise: PANamericana. Einen fahrbaren Bäckereiwagen vom Militär hinter Alfonso anhängen und den Leuten links und rechts der Panamericana richtiges Schweizer Brot näher bringen! Investoren gesucht :-)
Vom idyllischen Joshua Tree NP geht es nach
Palm Springs. Eine Oase für jeden Golfer. Knapp 100 Golfplätze befinden sich in und um dieses Städtchen. Überall dort, wo es ein Resort hat, ist es wunderschön grün und Blumen blühen in allen Farben - links und rechts davon Wüste...
Diese künstliche Umgebung ist für uns auf die Dauer nichts und wir flüchten in ein Palmenmeer in den
Indian Canyons.
Nach knapp 4 Wochen kehren wir wieder an die Küste Californiens zurück. Von
Oceanside geht es auf der Historic Route 101 nach
San Diego. In Encenitas lassen wir unseren Fonsi in einer VW Garage nochmals durchchecken, um sicher zu gehen, dass er gut vorbereitet die nächste Etappe in Angriff nehmen kann.
Amerika in Zahlen:
Anzahl Nächte in den USA: 63
Anzahl Nächte verbracht im Alfonso: 63 :-)
Gefahrene Kilometer: ca. 11'000 km
Geschossene Fotos: ca. 3000
Bereiste Staaten: 9
Ausgaben: ca. 40 Fr. pro Tag pro Person (inkl. Outletshopping :-)
Besuchte National/ State Parks: 33
Gegessene Burger: zu viele um sie zu zählen :-)
Höchster Punkt: 2784 m.ü.M. (Rainbow Point, Bryce Canyon)
Kälteste Nacht: -13 °
Burgerrating
Leandro hat seine Aufgabe sehr ernst genommen :-)
Nach drei Hauptfaktoren wurden die Favoriten bestimmt: Burger, Pommes und Ambiente.
1. Platz: Johnny Rockets
2. Platz: Wendy's
3. Platz: Carl's Junior
Folgende Burgerketten haben es nicht in die Top 3 geschafft:
Mc Donalds, Burger King, Jack in the Box, Black Bear Diner, Hooters (Ambiente hat überzeugt, Rest weniger :-), Denny's, in-n-out Burger.
Amerika hat uns wirklich gefallen, aber jetzt freuen wir uns auf etwas Neues.
Zwei Reisende haben uns gesagt, dass reisen durch Nordamerika ein bisschen wie im Altersheim ist... Auch mit 90 kommt man hier noch gut durch. Im Süden wird es da schon abenteuerlicher. Und genau auf das freuen wir uns, haben aber auch zugleich einen gesunden Respekt davor. Wenn wir uns nicht wohl fühlen, mit dem eigenen Auto durch Mexiko/ Mittelamerika zu reisen, haben wir einen
Plan B:
Zurück in die USA, Auto einzustellen und Südamerika mit dem Öffentlichen Verkehr bereisen. Im Anschluss könnten wir zurückfliegen und mit Alfonso von San Diego an die Ostküste weiterreisen und von dort nach Hause verschiffen.
Es gibt sogar einen
Plan C :-)
Mit Alfonso bis nach Panama, dort nach Hause verschiffen und wir selber fliegen nach Buones Aires und "arbeiten" uns mit ÖV nach Kolumbien durch.
Heute geht es in Tecate über die Grenze nach Mexiko zur Baja California. Unsere erste Destination wird Ensenada sein. Dort müssen wir zuerst einmal eine mexikanische Autoversicherung lösen (tönt schon mal nach Spass :-), bevor es weiter in den Süden geht.