"Holy Cow"
Wir haben aufgehört zu zählen, wie oft wir diesen Ausdruck gehört haben. Man kann ihn einfach in jeder Situation gebrauchen, auch als Blogtitel :-) Wird Leandro je eine Bäckerei eröffnen - ein Name ist gefunden!
Alfonso
Es ist doch immer das gleiche, man schreibt im letzten Blogeintrag Alfonso macht keine Zicken und nicht lange später leuchtet da beim Armaturenbrett ein rotes Lämpchen auf, das dort nichts zu suchen hat! Das rote Öllämpchen verschwindet aber brav, nachdem wir Öl nachgegossen haben. Beruhigt fahren wir weiter, aber nicht lange und es leuchtet wieder auf, nur um churz darauf wieder zu verschwinden! In der nächsten Garage lassen unseren Fonsi einmal durchchecken. Fazit vom Mechaniker: "Ich habe keine Ahnung von europäischen Autos, bin aber zu 99 Prozent sicher, dass alles in Ordnung ist und ihr weiter fahren könnt." Ich frage zur Sicherheit nach, was passieren kann, wenn das eine Prozent eintrifft: "Motorschaden und Ende". Mhh, zur Sicherheit rufe ich eine Garage in der Schweiz an und erhalten den Auftrag, nochmals nachzufragen, wie hoch der Öldruck war. Wieder in der Werkstatt erhalten wir die aufbauende Nachricht: "Druck prüfen? Bei diesem Auto? Keine Ahnung!" Mhh, dieses eine Prozent erscheint uns plötzlich nach mehr! Wir suchen im Internet nach der nächsten VW Garage: 400 km weiter weg, Kosten fürs Abschleppen schlappe 1300 Fr. Langsam finden wir es nicht mehr so lustig. Wir klappern die restlichen Werkstätten im Dörfchen ab, aber niemand kann/ will uns wirklich helfen. Also fahren ziemlich niedergeschlagen zur einzigen Abschleppfirma um von dort in die nächste grössere Ortschaft gebracht zu werden. Im Büro sitzt ein eingewanderter Pole (der muss sich ja mit Autos auskennen :-) und meint, er schaue sich das Auto einmal an. Kurze Zeit später ist ein kleines Leck gefunden und Ersatzteile bestellt. Am Samstagmorgen macht er sich noch leicht betrunken an die Reperatur, aber mit Musik klappt auch das :-) Kurze Zeit später sind wir zurück auf der Strasse. Pole (keine Ahnung wie er heisst) du bist unser Held!
Banff
Voller Vorfreude machen wir uns auf den Weg nach Banff. Kaum angekommen müssen wir feststellen, dass wir nicht ganz die einzigen sind. Trotz Zwischensaison wird es im Visitorcenter doch ein wenig eng. Nach einer kurzen Beratung, kaufen wir Bärenspray ein (vielleicht später auch ganz nützlich in Mittelamerika:-) und los geht es auf unseren ersten Berg. Angeschrieben steht für die Strecke bergauf 3-4 Stunden. Nach 1h 20 min kommen wir bereints gut gelaunt auf dem Gipfel des Sulphur Mountain an und geniessen die herrliche Aussicht. Das Joggen und Fitnesscenter hat sich doch für mich bezahlt gemacht:-)
Am Lake Minnewanka stellen wir (hauptsächlich Alfonso) für zwei japanische Touristengruppen den See kurz in den Schatten :-)
Lake Louise
Der Ort besteht hauptsächlich aus einer Tankstelle, ein paar Shops, einem Campingplatz und dem See mit dem dazugehörigen berühmten Hotel. (Sonderaktion für das günstigste Zimmer: 699 Dollar, dabei ist aber zu beachten, dass die Parkplatzgebühr inklusive ist, ein Schnäppchen - aber nachfragen kostet ja nichts :-)
Wir lassen das edle Hotelzimmer aber lieber doch sein und machen uns gut ausgerüstet auf den Weg zum Lake Agnes. Trotz Schnee und Eis kämpfen wir uns von dort weiter nach oben zum Big Beehive. WOW- diesen Mittagsplatz schlägt so schnell nichts mehr! Da das Wetter super ist und wir noch fit, geht es anschliessend weiter zum Plain of Six Glaciers und von da zurück zum Lake Louise.
Ein weiteres Highlight in Lake Louise ist der schöne Morain Lake.
Yoho
Zwischen Banff und Jasper machen wir einen Abstecher in diesen tollen kleineren Nationalpark. Da unsere Beine von den vorherigen Wanderungen noch ein wenig schmerzen, geht es vorallem zu den Naturschauplätzen, die mit den Auto und einem kurzen Walk erreichbar sind. Besonders gefällt uns der Emerald Lake (nicht nur uns, eine lange Reihe von Mietcampern steht bereits dort) Im ganzen Park hat es viele Wassererfälle, zu den eindrücklichsten gehören die Takakkaw Falls.
Icefields Parkway
Es ist tatsächlich passiert, unser Ruf eilt uns voraus. Wir treffen beim Columbia Icefield ein Paar aus der Schweiz, das bereits von anderen Touristen von uns gehört hat. Unseren Fernsehauftritt haben wir noch nicht ganz aufgegeben :-)
Etwa in der Mitte zwischen Lake Louise Village und Jasper liegt das einzig zugängliche Stücke des Columbia Icefield. Man kann entweder gratis 1.5 km vom Parkplatz zur Gletscherzunge des Athabasca Glacier laufen und ein Stück betreten oder mit speziellen Fahrzeugen (Mischung zwischen Bus und LKW) für 50 Dollar auf den Gletscher fahren und dort kurz einen Fuss darauf setzen. Wir haben uns für die erste Variante entschieden:-)
Jasper
Spätestens hier stellen wir fest, dass Kanada bei den Schweizern hoch im Kurs steht! Nicht nur ein Auto mit einem Nummernschild aus Neuenburg, sondern gleich noch eins aus Argau fährt uns über den Weg! Mit den Neuenburgern verbringen wir zwei schöne Abende und die Argauer erklären uns, dass ein Bärenspray auch gegen Leute hilft, die auf das eigene Auto schiessen. Danke, vielleicht brauchen wir das später einmal! :-)
Athabasca Falls, Valley of the five Lakes, ein Raclette auf den Bald Hills, Marshmallows auf der Sulphur Skyline, ausspannen in den Miette Hot Springs und am Schluss ganz faul mit der Gondel auf den Whistler. Jasper gefällt uns, wir kommen wieder!!
Tiere
Mhh, anscheinend soll es ja hier Bären geben, die verstecken sich aber erfolgreich vor uns. Wir begegnen Wölfen, Ziegen und gaaaanz vielen Elks (mehr und näher als uns lieb ist). Es vergeht kein Tag, an dem wir keinem wilden Tier begegnen. Aber entgegen anderen Touristen, lassen wir das Füttern lieber sein. (Leider sind etliche Verbotsschilder für die einen oder anderen noch zu wenig)
Abgemagert
Das viele Wandern (und ev. das Fehlen von Fertigpizza und Cola :-) hinterlässt bei Leandro erste Spuren. Ca. 5 Kilo sind weg und die Hosen wollen nur noch mit dem Gurt im hintersten Loch oben bleiben. Er blickt voller Freude auf die USA und will dort eine ausgiebige Burgerkur starten und sich durch die verschiedenen Fastfoodketten durchtesten (Rating folgt). Bei mir wirkt sich das viele Laufen nur noch mehr auf meine Waden aus - ahh!!
Bevor wir aber die Grenze überqueren, wartet zuerst einmal Vancouver auf uns!
Montag, 24. September 2012
Samstag, 8. September 2012
Von Québec nach Moose Jaw
Wir werden weiterhin immer wieder beschenkt, wobei wir uns bei dem einen oder anderen doch fragen, wie wir wohl auf die Leute wirken, dass sie uns das geben... :-)
Alfonso macht bis jetzt keinerlei Zicken und fährt super, auch wenn Leandro am Steuer sitzt :-)
In den letzten 3 Wochen sind wir ca. 4500 km von Québec über Ontario und Manitoba bis nach Moose Jaw, Saskatchewan gefahren. (1300 km davon in den letzten 2 Tagen, da es in Manitoba und Saskatchewan hauptsächlich Weizenfelder, Weizenfelder und noch mehr Weizenfelder hat!!)
Provinz Québec
Ahh, alles auf FRANZÖSISCH... und die Landkarten im Visitorcenter sind plötzlich nicht mehr gratis... Der erste Eindruck könnte besser sein :-)
Québec City
Ein Citymarathon und gleichzeitig das Military Tattoo machen die Parkplatzsuche nicht ganz einfach.
Einen Nachmittag haben wir uns Zeit genommen, diese schöne Stadt zu erkunden. Dominiert wird das Stadtbild vom Château Frontenac, angeblich das meistfotografierte Hotel der Welt. Uns hat besonders das Quartier Petit Champlain gfallen.
Im Quartier Saint-Jean-Baptist hat es zahlreiche Shops, Restaurants und Caffes. Geblieben ist uns (am meisten mir) die lebendige Schaufensterpuppe. :-)
Montréal
Dank unserem persönlichen Infobüro(Karin und Manu)haben wir keine Höhepunkt in dieser Stadt verpasst. Der Blick vom Mont Royal auf die Stadt, die Gässchen im Vieux Montréal, die Inseln Sainte Hélène & Notre-Dame mit den gemieteten Velos befahren,dem Canal de Lachine entlang bis zum Marché Atwater und vom Tour d'holoroge den Hafen überblicken.
Provinz Ontario
Kaum wird wieder ENGLISCH gesprochen, sind die Landkarten wieder gratis, danke!
Toronto
Ein Muss war natürlich der CN Tower. Der Eintritt ist nicht gerade gratis und es ist nicht unbedingt empfehlenswert ihn am Labour Day zu besuchen... Aber nach knapp 2 Stunden haben wir es ganz nach oben geschafft!
Die Hockey Hall of Fame ist eine top Adresse für alle Hockeyfans! Leider ist Ambri nicht so vertreten, wie sie es eigentlich verdient hätte :-)
Shoppen lässt es sich super im Eaton Centre, Kensington Market& Chinatown. Danach hat man sich ein Sandwich im Marché verdient.
Einen schönen Nachmittag haben wir an der Harbour Front verbracht und sind anschliessen mit der Fähre zu den Toronto Islands gefahren. Von dort hat man eine super Aussicht auf die Skyline Torontos. Um ca. 22.00 Uhr haben wir es mit der 3. Fähre (laaange Warteschlange) auch wieder zurück geschafft, gemeinsam mit sehr vielen Indern. Kurz haben wir uns gefragt, wo all die Kanadier sind... :-)
Niagarafälle
Man müsste meinen, die Natur steht hier im Mittelpunkt... Neben den berühmten Fällen hat es aber hauptsächlich Casinos, Wachsfigurencabinetts, Vergnügungsparks und einen Fastfoodshop nach dem anderen!
Besonders schön wirds am Abend, wenn die Niagarafälle auffällig bunt beleuchtet werden... KITSCHIG!!!!!
Lake Superior
Traumhafte Strände und ein Provincial Park nach dem anderen, Natur pur!!! Wir ziehen jeden Tag unsere Trekkingschuhe an und erkunden die Gegend.
Wenn wir wieder in der Schweiz sind, sind wir mehr als nur wandererprobt und für jedes Weekend in den Bergen zu haben. :-) (Mäse, ich bin am trainieren!!)
Provinzen Manitoba& Saskatchewan
Die Weizenfelder werden ab und zu von einem Getreidespeicher oder John Deere (Traktorenhändler) unterbrochen, das wars dann schon fast :-)
Winnipeg (Manitoba) hat uns positiv überrascht! Jetzt sind wir in Moose Jaw, das früher Al Capone als Ausgangsbasis für seinen Whiskeyschmuggel genutzt hat. Morgen geht es weiter nach Calgary und anschliessend in die Nationalparks Banff und Jasper.
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